Mein Alp(b) Traum

Tag 6: Ein Tag für die Seele

Ein schöner Tag voller Entspannung, Glück und Freude geht zuende. Nach einer sehr erholsamen Nacht auf dem Sofa von Stina ( meinem Couchsurfer Host), kuschelte ich noch ein wenig mit Pinky, der Katze des Hauses.

Kleine Kuscheleinheit am Morgen

Nach ein paar auflockernden Yogaübungen bereitete ich mir mein Frühstück zu und kümmerte mich um einige organisatorische Dinge. Draußen zogen währenddessen Gewitterwolken auf, ich war sehr froh und dankbar nicht unterwegs zu sein und nach einem Unterschlupf Ausschau halten zu müssen. Ich lauschte entspannt wie die Regentropfen an das Fenster prasselten. Ein Gewitter hat schon etwas schönes beruhigendes, wenn man sich im Sichern befindet!

Gegen Mittag verabschiedete ich mich von Stina und setzte meine Fahrt dort. Die Wolken verzogen sich und es wurde noch ein sonniger, nicht all zu heißer Juli Tag.

Danke Stina für alles!

Ich war sehr glücklich darüber eine. Großteil meines heutigen Mittagessens im Wald zu finden und genoss die köstlichen Waldbeeren.

Waldbeeren ❤

Ich war allgemein sehr begeistert über die heutige Wegstrecke. Zwar war sie um einigies bergiger als die gestrige, jedoch befand ich mich endlich wieder im duftenden Wald und genoss den Geruch und die Abwechslung und Vielfalt der Landschaft.

Wundervolle Momente im Wald

Ich hatte mir vorgenommen meine Zeltplatzsucche nach der letzen Erfahrung zu verbessern. Ich für an einem Wohngebiet vorbei, sah eine kleine Familie in ihrem Garten sitzen, stoppte spontan und fragte ob ich mein Zelt in ihrem Garten aufstellen dürfte. Die Familie schaute etwas verdutzt, doch sagten auch nicht nein. Perfekt für mich, ich war zwar etwas frech aber ich hatte heute einen schönen Zeltplatz gefunden 🙂

Tag 7: Pass ich komme!

Wieder gegen 5 Uhr wachte ich von Vogelgesang auf und begann mein Rad zu packen. Heute soll es nach Bergün gehen, die Strecke soll etwas bergiger sein, ich hatte bereits schon in Deutschland echt Respekt vor den Alpenpässe, doch nun rückte die Überquerung immer näher… Zunächst sollte es von Thusis nach Tiefencastel gehen, ich hatte auf einer Karte einen netten Waldweg entdeckt und nach der erholsamen Waldtour am gestrigen Tag mich für diese Strecke entschieden. Nun ja es stellte sich heraus, dass der Weg ein extrem steiler Schotterwanderweg war. Ich schob mit großer Mühe mein voll beladenes Bike den Weg noch, pausenlos rutschte ich auf dem losen Schotter weg und kam kaum voran. Nach ein paar Kilometern entschloss ich mich umzukehren und doch auf die gefährlichere Autostraße zu gehen.

Spannende Tunnelfahrten…

Die Straße war auf jeden Fall angenehmer zum fahren, war beunruhigten mich einige Überholmanöver von Pkws aber ich kam zumindest etwas schneller voran. Die Landschaft war zudem atemberaubend! Man konnte sie sogar in den paar Minuten indem Mal kein Auto an einem vorbei rauschte genießen 🙂

Pass – Anstrengung lonnt sich!

Dann ging es mein ersten kleinen Pass hoch. Ich bin sehr froh, dass ich zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste was auf mich heute noch zukommt! Der Pass war ganz nett, jetzt im Nachhinein zumindest. Irgendwie fande ich es witzig ständig von Motorradfahrern überholt zu werden. Und stellte mir einfach vor auch ein Motorradfahrer zu sein, naja zugegeben Berg hoch ein sehr sehr langsamer Motorradfahrer 🙂 Aber ich fand Freude daran sie zu grüßen und es war zudem eine willkommene Ablenkung von der Anstrengung.

Wunderschöne Bergdörfer

Ich erreichte Bergün bereits gegen 11 Uhr, stellte mein Rad ab und schlenderte etwas durch den verschlafenen Bergort. Ich fand ein netten Hofladen und kaufte mir für mein frühzeitiges Mittagessen einen hausgemachten Alpmilch Joghurt. Nach der Stärkung hatte ich das Bedürfnis doch noch etwas weiter zu fahren, setzte mich ohne groß nachzudenken aufs Rad und weiter ging’s.

Hofladen in Bergün

Oh ja und wie es weiter ging,… Sehr sehr langsam 🙂 Jetzt war die Zeit des ersten richtigen Passes gekommen, verrückt aber mir ging es unglaublich gut dabei. Klar war es sehr hart, aber ich war glaube ich einfach froh diese Angst vor den Pässen in meinem Kopf loszuwerden und mir selbst zu beweisen, dass ich das schaffe!

Die Auto- und Motorradfahrer auf der Strecke waren wirklich zum großen Teil fantastisch, das muss jetzt auch Mal ehrlich gesagt werden. Die meisten überholten hier wirklich rücksichtsvoll (klar Ausnahmen gibt es immer), da kam, dass ich von allen Seiten angefeuert und gelobt wurde. Es hat mich unheimlich motiviert, auch Rennradfahrer, welche mich überholten sprachen mir ihren Respekt aus und Mut zu. So fuhr ich zwar sehr angestrengt doch mit einem ehrlichen Lachen im Gesicht den Pass hoch. Oben angekommen war leider nicht viel Zeit für Freude und Erholung. Ein Gewitter zog gerade auf, also gab’s auf die Schnelle ein paar Nüsse und eine Banane und weiter ging es.

Auf dem Pass 🙂

Doch selbst das war leider nicht schnell genug, schon nach wenigen Minuten kam ich voll in das Gewitter rein, leider befand ich mich noch in der Baumfreien Zone und war dem Hagelsturm frei ausgesetzt. Es war alles auf einmal bitter kalt, nach so einer Abkühlung hatte ich mich bergauf bei Sonnenschein nur gesehnt und jetzt war es so fürchterlich. Die Hagelkörner taten unglaublich weh, doch ich wollte nicht stoppen, hätte mich ja eh nicht unterstellen können… war so nass und unterkühlt und wollte nur runter ins Dorf.

Endlich Bergab nur mit Hagel nicht wirklich geil…

Im Dorf angenommen ging ich in das nächste Kaffee und bestellte einen heißen Tee. Ich war komplett nass und wollte nur eine warme Dusche.

Kalt und und nass, aber im Dorf 🙂

Doof nur, dass ich geplant hatte zu Campen. So ging es erstmal auf Schlafplatz suche, dieses Mal gönnte ich mir ein Zimmer in einer Pension. Das war es mir heute Wert, ich musste unbedingt warm duschen und meine Sachen trocknen, zu diesem Zeitpunkt war mir das Geld dafür auch relativ egal. Wie sich im Laufe des Abends und der Nacht herausstelltein war das eine sehr gute Idee, es regnete 6nd gewitterte fast ununterbrochen.

Man kann nicht immer Glück mit dem Wetter haben…

So kam ich zu meiner ersehnten Dusche und konnte mich aufwärmen!

Wenn du kein Geld für das Restaurant hast aber die warme Dusche des Hotelzimmer brauchst 🙂

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