Nach dem Hoch kommt das Tief…

Tag 11: Bikefreier Tag – Ab gehts klettern an Fels!

Heute hieß es erholen! Nach einem netten Frühstück bei meinem Couchsurfing Host Simon packten wir kurzer Hand unsere Kletterausrüstung zusammen. Jetzt war ich sehr froh, meine Kletterschuhe die ganze Strecke über die Pässe geschleppt zu haben! Die restliche Ausrüstung konnte mir Simon freundlicherweise leihen.

Nette Bekanntschaften auf dem Weg zum Fels

Ich hatte sehr großes Glück mit meinem Couchsurfing Host in Meran, Simon liebt den Outdoorsport genau so wie ich und geht des öfteren Mountainbiken und Alpinklettern. Hier in den Bergen um Meran kennt er sich aus, so fanden wir in kürze einen perfekten nahe gelegenen Kletterspot für den Tag.

Kleine Klettertour in Südtirol

Traumhaft schöne Berge, Sonne, ein kühler Wind und ein frischer Gletscherfluss an welchem wir uns bei der Mittagspause abkühlen konnten machten den Tag zu einer perfekten Erholungspause. Mein Körper freute sich sehr, einen Tag mal nicht auf das Bike steigen zu müssen.

Kletterpause am Gletscherfluss ❤

Zuhause angekommen, musste ich mich wirklich um mein Bike kümmern und herausfinden was denn das Knacksen beim Treten auslöste. Leider fand ich die Ursache nicht und werde wohl morgen am Montag, wenn die Geschäfte wieder offen haben, an einer Radwerkstatt vorbeigehen. Ich hoffe, dass es sich dabei nur im ein kleines Problem handelt und ich morgen gegen Mittag meine Tour fortsetzen kann.

So gesehen hatte ich wirklich Glück im Unglück! eine Radpause schadet mir nach über einer Woche radeln wirklich nicht und dazu bin ich noch bei einem sehr netten und hilfsbereiten Host untergekommen, der genau so sportbegeistert ist wie ich und mir gerne die Gegend um Meran gezeigt! Vielen lieben Dank für alles Simon!

Tag 12: Bike was ist mit dir los?

Heute zog ich in der kühle des Morgens meine Rennschuhe an und erkundete Meran etwas. Ich hatte einen wundervollen Ausblick von den Weinbergen auf die Stadt. Danach ging ich pünktlich zur Öffnungszeit zu einer nahe gelegenen Radwerkstatt.

Leider konnte ich dieses Mal nicht selbst Hand anlegen. Die Werkstatt verlieh ihr Werkzeug nicht, mir blieb nichts übrig als mein Bike und meine Handynummer da zu lassen und abzuwarten.

Also wartete ich brav… Eine Stunde, zwei Stunden… Die Zeit verging so langsam, ich starrte fast pausendlos auf mein Handy. Doch kein Anruf kam… Gegen 15 Uhr machte ich mich erneut auf den Weg zur Werkstatt, vielleicht ist mein Bike bereits fertig und sie hatten nur die falsche Nummer notiert. Ich wollte doch endlich weiter fahren!

An der Werkstatt angekommen sah ich mein Bike komplett auseinander gebaut auf der Werkbank liegen… Der Anblick tat mir irgendwie ziemlich weh… Verrückt was man für eine emotionale Bindung zu seinem Rad während so einem Trip aufbaut.

Sie berichteten mir, dass sie die Ursache für das Knacksen nicht gefunden haben. Und zeigten mir jegliche weitere Fehler und Mängel an meinem Rad – Genau das, was man in so einer Situation wirklich nicht hören möchte… Ich dachte doch, dasd es nur eine Kleinigkeit sei,… Etwas das sich gelöst hatte und einfach angezogen werden muss… Doch dem war anscheinend nicht so… Ich fühlte mich richtig schlecht,… Vor allem tat mir es weh wie schlecht von meinem treuen Begleiter gesprochen wurde… Er hat mich all die Kilometer nicht im Stich gelassen, das einzige was mich störte war nur das Knacksen.

Ich war ziemlich überrumpelt, ließ die Männer weiter arbeiten und suchte meine Ruhe bei einem Spaziergang in den umliegenden Obstplantagen.

Zweifel kamen auf… Was mach ich hier denn überhaupt ..? Kann ich mir die Reparatur leisten? Ich kann einfach das alles abbrechen! Ich kann es mir sofort so einfach machen. Alles abbrechen, endlich wieder geregelt bouldern gehen, meine Freunde sehen und mir nicht jeden Tag gedanken darüber machen müssen wo ich denn kommende Nacht verbringen kann und wann ich die nächste Dusche sehe…

Ich fühlte mich sehr einsam, Tränen rollten mir die Wangen entlang… Ich sehnte mir sehr nach meiner mir nahen Person die mich einfach nur fest in den Arm nimmt.

Man erlebt so viel bei solch einer Reise, lernt unglaublich viele Leute kennen und macht beeindruckende Bilder… Doch die Einsamkeit des alleine Reisens zog mich in dem Moment sehr runter!

Schlechter Tag,… Es kann nun nicht immer alles laufen!

Doch mal ehrlich, aufgeben? Wegen so einer Kleinigkeit? Ich wäre nicht Steffi, würde ich mich durch sowas aufhalten lassen! Also riss ich mich zusammen und versuchte mich auf andere Gedanken zu bringen. Gegen 18 Uhr kam dann auch der ersehnte Anruf, ich konnte mein Rad abholen!

Die gute Nachricht, ich musste nur 20€ zahlen. Die schlechte Nachricht, sie haben die Ursache für das Knacksen nicht gefunden… Sie vermuteten, dass das Geräusch von meinem Hinterrad kommt und gaben mir die Nummer von einer weiteren Werkstatt in der Nähe, welche mir vielleicht weiterhelfen könnten.

Ich hatte mir ehrlich gesagt mehr von dem Tag erhofft! Doch der morgige Tag kann ja eigentlich nur besser werden!

Immerhin habe ich Glück mit meinem Couchsurfing Host hier in Meran und kann spontan diese Nacht erneut bei ihm auf dem Sofa verbringen.

Am Abend ging es dann noch mit meinem Host Simon an das Hangboard zum auspowern!

Auspowern am Abend

2 Comments Add yours

  1. eimaeckel says:

    Manchmal hat so ein nachdenklicher, einsamer Tag auch sein Gutes. Kurz verschnaufen, sich umschauen und dann einen neuen Weg finden. Ich wünsch Dir Glück für Deine Reise.

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    1. Steffi Storz says:

      Vielen Dank! Wie recht du hast, muss sich immer nur im Kopf behalten dass es wieder bergauf geht!

      Liked by 1 person

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