Einmal quer durch Istrien

Tag 20: Flucht vor dem Massentourismus

Nach einer herzlichen Verabschiedung von Nils und Anki ging es für mich spontan quer durchs Land. Gestern dachte ich noch daran nach Pula runter zu fahren, doch von dem Gedanken kam ich dann zunehmend ab. Der Massentourismus an der Küstenstraße gefiel mir nicht wirklich. Ich nahm an, dass dies in Richtung der Großstadt sicherlich nicht nachlassen würde.

Deshalb wollte ich heute querfeldein nach Plomin flüchten und hoffte im Osten von Istrien auf mehr Ruhe und günstigere Unterkünfte!

Nachdem ich den Campingplatz verlassen hatte sah ich einige potentielle Wildcamping Möglichkeiten. Ich ärgerte mich, dass ich gestern Abend so ängstlich war und unbedingt auf einen Campingplatz wollte. 17€ rausgeschmissen dachte ich…. Mh naja dann hätte ich aber auch nicht Nils und Anki kennengelernt und den Abend allein ohne nette Gesellschaft verbracht. Klar es ist unheimlich wichtig für mich mein weniges Geld so gut es geht zu sparen, jedoch möchte ich doch auch Menschen auf der Reise kennenlernen mich mit ihnen unterhalten, sie verstehen und von ihnen lernen. Wenn man nur ständig alleine Wild campt würde das wohl viel schwerer werden und man würde wohl eher dazu tendieren sich von all den interessanten Menschen um einen herum abzuschotten. So beschloss ich ein gesundes Mischmasch auf meiner Reise zuzulassen. Das würde mir auf jeden Fall gut tun!

Hügel der kroatischen Landstraßen

Das auf und ab der kroatischen Landstraßen ging sehr in die Beine, die Sonne brannte und ich trank literweise Wasser. Die Fahrt war anstrengend, doch ich glaube genau das brauchte ich gerade! Während der Anstrengung ging mir ging viel durch den Kopf, mit der Zeit schaltete mein Körper die Schmerzen der Anstrengung ab. Ich fuhr einfach nur und dachte…

Von Novigard nach Plomin

So fuhr ich den Mittag durch und machte einiges an Strecke ohne es tatsächlich zu realisieren. Am frühen Nachmittag kam ich bereits in Plomin an. Mein Körper brauchte dringend eine Abkühlung und Pause. So stoppte ich in Plomin Luka an einem sehr schön gelegenen Badestrand und erholte mich etwas.

Der Strand von Plomin Luca

Eine netten Gruppe von Deutschen Urlaubern wurde auf mich aufmerksam. Wir unterhielten uns und luden mich auf ein Getränk ein. Es war eine sehr nette Runde und ich wäre gerne länger geblieben, doch ich musste weiter. Ich hatte für diesen Abend einen Host ganz in der Nähe gefunden. Einiges Problem, der steile Anstieg, der mich noch von meinem Schlafplatz trennten. Mein Körper war schon in Feierabendlaune und musste jetzt nochmals richtig ran.

Fast angekommen für heute!

Am Haus oben angekommen erwarteten mich dann ein unglaublich freundlicher und hilfsbereiter Host! Er selbst reist gerade in Etappen mit dem Rad um die Welt und wird in 2 Monaten seine letzte Etappe durch Amerika antreten. Einige Minuten später kam noch eine weitere radreisende Kanadiern an. Sie startete vor ein paar Wochen in Ungarn und beendet ihre Reise in Bosnien Herzegowina. Uns wurden von unserem Host ein köstliches Abendessen zubereitet!

Wir aßen auf seinem Balkon bei einer atemberaubenden Aussicht auf die kroatischen Inselgruppen. Ich ging erschöpft doch sehr sehr glücklich in das unglaublich große und gemütliche Bett.

Aussicht beim Abendessen in Zagorje

Tag 21: Rijeka – Von der Natur in die Großstadt

Ich nutze die Abgelegenheit des Hauses am Morgen für eine erholsame Yogasession unter dem Feigenbaum im Garten meines Hosts. Gestärkt machte ich mich mit der Kanadiern auf den Weg Richtung Norden, sie begleitete mich leider nur ein paar Kilometer. Sie erkundet heute mit der Fähre die Inselgruppen von Kroatien. Wieder alleine fuhr ich weiter in Richtung Rijeka.

Spaß beim Schnorcheln
Schnorchelpause auf den Weg nach Rijeka

Auf der Fahrt entdecke ich ein interessantes Kliff, dass nicht all zu weit von der Straße entfernt war. Ich stellte mein Rad ab packte meine Schnorchel und Taucherbrille und kletterte die scharfkantigen Felsen herunter. Fische entdeckte ich leider nicht viele, jedoch gab es mehrere Unterwasserhöhlen und Eingänge zu erkunden. Nach der kleinen Erkundungstour musste ich mich ziemlich beeilen.

Auf dem Weg nach Rijeka

Ein Host in Rijeka könnte mich diese Nacht aufnehmen,wenn ich es schaffen würde in einer Stunde bei ihm zu sein, da er am Nachmittag bis spät Abends arbeiten muss. Also sauste ich los! Dieses hügelige Auf und Ab der Straßen ging mir jetzt ziemlich auf die Nerven! Ich gab alles und kam tatsächlich in genau 55 Minuten an. Doch leider wurde Anstrengung heute nicht belohnt, der Host war schon gefahren.

Markt in Rijeka

Nun ja ich entschloss mich dazu mir heute ein Hotelzimmer zu nehmen. Das mit 14€ pro Nacht immerhin günstiger als der Campingplatz war!

Mittagspause!

Am Abend erkundete ich noch etwas die Stadt und dachte über meine weiteren Pläne nach. Ich hatte noch 2 Wochen bis mein Praktikum im 150 km entfernten Plitvice Lakes National Park beginnen würde.

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