3 Wochen Bikingnature

Tag 22: Klenovica, ein Ort zum Entspannen!

Gegen 4.30 Uhr stieg ich aus dem Bett. Ich hatte eine sehr unruhige Nacht hinter mir und konnte nun überhaupt nicht mehr schlafen. Ich leise schlich ich aus dem Hostelzimmer und setzte mich auf das Sofa im Flur. Dort starrte ich vor mich hin, schrieb ein bisschen und dachte darüber nach was ich mit der verbleibenden Zeit bis zum Beginn des Praktikums anfangen sollte. Am liebsten würde ich einfach weiter fahren. Nach den 3 Wochen auf dem Rad hatte ich mich gut eingefahren und richtig gefallen daran gefunden. Selbst an das Gepäck auf dem Rad hatte ich mich langsam gewöhnt.

Kosy Hostel in Rijeka – angenehmes Großstadthostel!

So verging die Zeit, ich lief noch etwas durch die Stadt und dachte darüber nach noch eine Nacht im Hostel zu verbringen. Eine Pause wäre jetzt nicht schlecht. Aber in der Stadt längere Zeit zu verbringen sagte mir nicht wirklich zu. So packte ich erneut mein Rad und fuhr einfach ohne bestimmtes Ziel los. Ich wollte einen einen ruhigen kleinen Ort finden, indem ich ein paar Tage richtig ausspannen und mein Körper sich etwas von den Strapazen erholen kann.

Es war halb 10 Uhr morgens als ich Rijeka verließ. Und wir hatten bereits über 30 Grad. Die Straße in Richtung Süden führte ins Landesinnere. Hier gab es keine erfrischende Meersluft mehr, die Sonne brannte auf mich herab, die Luft stand. Autos und Lastwagen überholten mich im Sekundentakt, nahmen wenig Rücksicht auf mich und verbreiten ihre Abgase.

Mittagshitze im kroatischen Landesinneren

Ich war wie in einem Traum gefangen, die Luft spiegelte sich… Alles wurde verschwommen, mir wurde schwindelig, während einer kleinen Abfahrt kam eine steile Kurve, ich kam aus dem Gleichgewicht, mein Rad begann hefitg zu schwanken. Rechts von mir ging es einen steilen Abhang herunter. In diesem Moment dachte ich nicht viel. Nur nicht Gegenlenken bei diesem Verkehr! Ich spannte alles an und versuchte mit aller Kraft mein schwankendes Rad wieder einzufangen. Ich weiß nicht wie, aber ich fing mein Rad ein. Stoppte, atmete tief durch und trank erstmal ein Liter Wasser. Es war eindeutig zu heiß, ich musste mein Körper unbedingt schnell abkühlen. Die nächste Stadt, Crikvenica, war in Sicht, ich fuhr schnell dort hin. Füllte bei der ersten Möglichkeit keine Wasserflaschen auf, erfrischte mich und legte eine Mittagspause an dem Stadtstrand ein. In der brennenden Sonne um die Mittagszeit werde ich nicht mehr fahren, das hatte ich heute gelernt. Ich war sehr froh nocheinmal mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein.

Die Pause tat gut, jedoch wollte ich keines Falls in Crikvenica bleiben. Der Strand glich einem extrem überfüllten Freibad. Hotels, Bars und Restaurants reihten sich an der Straße. Alles wurde perfekt auf den Massentourismus abgestimmt. Klar, die Kroatien leben zum Großteil von dem Tourismus im Sommer. Doch hier ging mir das wirkliche, authentische Kroatien verloren. Ich wollte das Land und die Leute kennenlernen!

Strand von Crikvenica – Nicht mein Lieblingsstrand…

So machte ich mich abgekühlt und gestärkt wieder auf dem Weg. Weit sollte es heute jedoch nicht mehr gehen. Ich hatte ein günstiges Hostel in dem 20 km entfernten Klenovica entdeckt. Hier wollte ich meinen verdienten Stopp einlegen und mich für ein paar Tage erholen. Ich hoffte sehr, dass der Ort nicht zu sehr überlaufen und ich ein paar schöne Flecken in der Natur zum Wandern und Schnorcheln finden würde.

Klenovica – Ein kleines Fischerdorf zum entspannen!
Am Hafen von Klenovica

Die Realität vor Ort übertraf meinen Erwartungen und Wünschen! Das war der Ort nach dem ich gesucht hatte. Hier konnte und wollte ich mich für einige Tage erholen! Klenovica ist ein kleines Fischerdorf mit 300 Einwohnern. Klar leben die Menschen hier im Sommer ebenfalls von dem Tourismus, jedoch stimmen sie sich nicht komplett darauf ab. Hier wird das authentische Kroatien noch gelebt.

Darüberhinaus war ich unglaublich begeistert von der Unterkunft! Ich hatte ein Hotelzimmer in einem 6er Doorm gebucht. Nach meinen Hostel Erfahrungen hatte ich nicht viel Erwartungen an ein Hotelzimmer. Wäre einfach nur nett wenn es einigermaßen sauber ist. Hauptsache günstig! Mit 14€ pro Nacht war es zumindest günstiger als die Campingplätze drum herum.

Die Aussicht von dem Hostel Balkon in Casa de Sole – Klenovica

Ich war sehr beeindruckt was mir für diese 14€ geboten wurde. Es war sehr sauber, ich hatte ein großes und ruhiges Bett in einem wunderschönen Hostelzimmer mit einer sehr schönen Aussicht auf das Meer!

Unglaublich gemütlich Hostel Bett mit Privatsphäre

Ich war glücklich und fühlte mich sehr wohl. Abends erkundete ich noch etwas das Dorf und setzte mich mit ein paar Leuten aus dem Hostel auf die Terrasse. Es war eine nette Gesellschaft. Eine kroatische Fussballmannschaft aus Zagreb, die im Nachbarort ein einem nächtlichen Fussballturnier teilnahm. Sie erzählten mir von ihrer Kultur und Geschicht und ihrer Verbundenheit zum Land.

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One Comment Add yours

  1. tolle tour, die du da machst. fallst du nach trogir kommst, bestell dem guten alten keiros grüße von mir. gewiss wird auch vom massentourismus heimgesucht. doch ist un bleibt er der erste punk der weltgeshcihte – entstanden in der hellenistischen epoche. und dir weiterhin viel spaß auf der tour…

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