Günstige Flugreisen Fluch oder Segen? Eure Meinungen?

Tag: 31 Günstige Flugreisen?!

Heute Nacht wütete ein Gewitter, mehrmals wachte ich auf und schaute schlaftrunken aus dem Fenster neben meinem Bett. Unzählige Blitze leuchteten über dem tobenden Meer auf, meterhohe Wellen überschlugen sich, es stürmte und der Donner war im Sekundentakt zu hören. Gewitter – so gespenstisch und angsteinflößend und doch zugleich so fesselnd und hypnotisierend! Gebannt stand ich da. Bei dem Anblick wurde mir wieder einmal klar wie klein, verletzlich und machtlos wir Menschen in der Stärke der Natur doch sind. Ich kuschelte mich in meine Decke und war sehr froh in dieser Nacht einen geschützten Schlafplatz zu haben!

Als ich gegen 8 Uhr zum kostenlosen Frühstück im Hostel spazierte regnete es immernoch. Das sieht nach einem entspannten Schreib- und Lesetag aus dachte ich mir und setzte mich mit meinen Haferflocken und Grüntee in die Kantine. 

Regen Regen Regen – Hi- Hostel, Zadar

Ein paar Minuten später gesellt sich Guinevere zu mir. Sie hat sich spontan zu einem kleinen Kroatien Urlaub entschlossen. ,, Für Hin- und Rückflug gerade Mal 200€ bezahlt. Da kann man nichts sagen!” Sie erzählte mir, dass sie unheimlich gerne wandert ist und eigentlich alles zu Fuß erkundet. Sie liebt die Natur sehr, vor allem das visuelle saugt sie gerade zu nur auf! ,, Ich gebe große Acht auf die Natur und versuche meine Aktivitäten so nachhaltig wie möglich zu gestalten! Nur das Fliegen,… Ja das Fliegen ist noch so ein Punkt an dem ich arbeiten könnte! Mir ist es durchaus bewusst, dass so ein Flug die Umwelt sehr belastet…so viele Emissionen… Naja aber es ist so günstig! Und so schnell! So konnte ich jetzt spontan hier in Kroatien 6 Tage verbringen ohne groß Geld auszugeben oder langwierig die Anreise zu planen.”

Ich nickte.

,,Es sollte einfach nicht so unverschämt günstig sein, sie machen es einfach so attraktiv!” Meinte Guinevere und hob ihre Augenbrauen schultbewusst.

Oh ja ich verstand in diesem Punkt nur zu gut. Das Fliegen war eindeutig auch ein schwarzer Fleck auf meiner Weste. Klar diese Rasreise ist nun mein Versuch dem ganzen entgegen zu wirken. Aber ich kann das momentan machen, ich hatte ein Monat Zeit um nach Kroatien zu fahren. Doch wenn man in Deutschland in seinem Arbeitsrhythms eingespannt ist, sind ein paar Urlaubstage sehr knapp um entferntere Länder mit dem Rad zu bereisen.

Schreibt euer Kommentar dazu! Wie seht ihr das?

Wie steht ihr zu günstigen Flugreisen? Vollkommen okay oder seid ihr komplett dagegen? Wie macht ihr das? Habt ihr Alternativen oder Vorschläge?

Und ich unterhielten uns noch etwas. Gegen Nachmittag zog der Himmel auf und ich genoss noch ein paar Sonnenstrahlen nach getaner Arbeit am Strand!

Tag 32: Mehr Glück als Verstand!

Ich machte meine frühe Laufrunde und eine anschließende Yogasession am Meer zu meinem morgendlichen Rhythmus. So war ich gewappnet für den Tag. Und das war heute sehr wichtig!

Morgendliche Laufrunde am Meer – Zadar

Morgen sollte die Fahrt weiter gehen, ich wollte den Tag nutzten und endlich Mal mein Bike etwas aufzufrischen. Den Luftdruck kontrollieren, die Kette ölen, meine Halterungen neu anbringen und mein Rad Ständer kleben. Ich wollte in die Stadt und landete irgendwie im Industriegebiet. Zufällig fuhr ich an einer großen Tankstelle vorbei.

,,Perfekt jetzt wo ich schon Mal da bin, erledige ich das gleich mit dem Reifendruck!” Mein Ventil war etwas kaputt, das hieß, sobald ich die Schutzkappe abnahm, hatte ich das ganze Ventil in der Hand und die komplette Luft im Schlauch entleerte sich in Sekundenschnelle. Egal dachte ich, hier kann ich das ja hier easy wieder auffüllen, dachte ich. Dumm nur, dass ich französische Ventile hatte, und der Aufsatz für die Autoventile nicht wirklich darauf passt! Für solche Fälle hatte ich immer ein Adapter Aufsatz dabei. Immer bis auf heute! Der war nach gut verstaut in meinem Rucksack im Hostel.

Oh man, na klar, typisch Steffi dachte ich. Die Männer an der Tankstelle konnten mir auch nicht weiter helfen. Sie meinten ich soll zu dem nächsten Einkaufszentrum mit dem Bike laufen, dort könnte man mir sicher helfen. Oh nein,… Das Einkaufszentrum war 10km entfernt, dort mein Rad hinschieben würde meiner Felge, dem Mantel und dem Schlauch sicherlich nicht gut tun. Und Lust auf den Spaziergang hatte ich bei den 35°C auch nicht wirklich!

Unmotiviert trottete ich los, jedoch in die falsche Richtung. Ich hoffte eine Abkürzung zu finden. Nach 20 Metern kam aber schon eine Sackgasse – Na toll… Es war die Einfahrt Theiner Rasenmäher Werkstatt… Eine Rasenmäher Werkstatt? Na wenn die mir nicht weiterhelfen können! Kurzerhand klopfte ich an und schilderte mein Anliegen. Eine Minute später war mein Reifen wieder prall und mein Rad bereit zur Weiterfahrt!

Tag 33: Pessimisten , Optimisten und Idioten…

Um 5 Uhr war ich bereits munter und hatte überhaupt keine Lust und Motivation um auf das Rad zu steigen! ,, Ne geht gar nicht! Die 190km zum Praktikumsplatz fahre ich einfach mit dem Bus hoch! Echt kein Bock mehr, wirklich nicht! Warum mache ich mir es denn auch so schwer! Ich lasse es einfach!” Ich weiß nicht wieso ich mich doch überwunden habe und trotz all den Gedanken in mir wie automatisch mein Rad gepackt und losgefahren bin. Die ersten Kilometer waren der Horror! Mein Kopf wollte nicht, mein Körper wollte nicht, ich wollte nicht!

Fläche Straßen und ein Hammer Ausblick

,,OK dann fahre ich heute aber wirklich nicht weit! Keine Berge einfach nur entspannt!” Dachte ich mir als Kompromiss. Und so fuhr ich und fuhr. Mein Körper gewöhnte sich wieder an den Schmerz und mein Kopf akzeptierte es und schaltete ab.

Kleine Mittagspause am Wasser – Das Tagesziel war erreicht…

Gegen 12 Uhr hatte ich mein geplantes Ziel für den Tag erreicht, doch nun wollte ich nicht mehr aufhören! Genau vor mir lag noch der höchste Anstieg, den ich noch bis zu den Plitvice Lakes zu bewältigen hatte. Und jetzt genau zur Mittagshitze wollte mein Körper ihn angehen. Na gut, dachte ich, selbst schuld wenn du umkippst. Es war so dumm aber ich musste es einfach tun.

Berge ich komme!

Also fuhr ich weiter, es wurde immer heißer, der Berg wurde immer steiler und kein Ende in Sicht. ,, Verdammt, wie weit ist es denn noch?” Langsam konnte ich nicht mehr, ich checke die Karte. Nicht einmal die Hälfte geschafft und ich war schon so erschöpft und bräuchte dringend eine Abkühlung! ,, Es gibt Pesimisten, es gibt Obtimistien und es gibt Idioten” dachte ich mir. Ich fuhr einfach, eine andere Wahl hatte ich nicht. Aus den 24km wurden 10km, als ich dieses Schild sah überkam mich aus dem Nichts ein Energieschub. Plötzlich hatte ich Spaß und grinste schweißgebadet auf meinem Rad vor mich her. Die letzten Kilometer ging es dann zur Belohnung noch bergab.

Verdientes Abendessen

Ich war gottfroh als ich im Ort ankam, zwar quälten mich den ganzen Abend über Kopfschmerzen doch ich hatte es geschafft!

Sonnenuntergang in Gracac
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2 Comments Add yours

  1. SY Makamae says:

    Das mit den Kopfschmerzen nach Anstrengungen kenne ich auch. Dem kann mit viel trinken vorgebeugt werden. Gerade wenn es so heiß ist, eine Prise Salz ins Wasser. Echt beachtlich, was du da machst 😀

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    1. Steffi Storz says:

      Oh ja da hast du recht! Ich sollte wirklich darauf achten viel zu trinken und auch genügend Elektrolyte zu mir nehmen!
      LiebenDank das tut gut zu hören:)

      Liked by 1 person

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