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Ist es nun das Ende?

Ankommen, Realisieren und Planen

Am Mittwoch Nachmittag, den 31.6., kam ich am Plitvice Lakes Nationalpark erschöpft aber freudestrahlend an.

Felder von Vrhovine – Ein Bienenparadies!

Nun war er endlich da, dieser Augenblick auf den ich sie lange gewartet habe. Wofür ich mich Wochenlang über lange Bergpässe, durch stark befahrenen Tunnelstraßen und steile Waldschotterwege gequält hatte. Jedesmal wenn mein Körper und Kopf am Ende waren, einfach abbrechen wollten, dachte ich nur an diesen einen Moment. ,,Komm reiß dich zusammen! Du schaffst das! Mindestens bis zum Nationalpark!” Es war mein Ziel und jetzt – Ja jetzt hatte ich es erreicht. Ich hatte es geschafft und es fühlte sich unbezahlbar gut an.

Auf dem Weg nach Vrhovine

Und nun? Eins war klar, am Montag in 6 Tagen werde ich mein Praktikum im Plitvice Lakes Nationalpark für einen Monat starten. Da ich dort erst ab Montag in die Unterkunft ziehen könnte benötigte ich noch bis dahin eine günstige Unterkunft in der Nähe. Wildcampen? Ich musste auf jeden Fall Geld sparen, doch im Nationalpark wild zu campen ist hier in Kroatien extrem verboten. Und gerade da ich in ein paar Tagen dort vorhatte zu arbeiten, wollte ich nicht unbedingt von einem Ranger beim Wildcampen erwischt werden. Wenn ich dort bald arbeite, dann sollte ich mich zumindest an die Regeln halten, dachte ich.

Hostelzimmer Vrhovine – 28 Betten im Dachgeschoss, Privatsphäre geht anders

Zu meinem Glück fand ich ein Hostel für 11€, ,, Wow, das iet günstiger als jeder Campingplatz auf dem ich bis jetzt war!”. Es war kein Luxus Hostel, das Zimmer im Dachgeschoss war mit 28 Betten bestückt und der kleine Ort Vrhovine war nicht wirklich und Weltstadt. Doch das brauchte ich jetzt auch nicht! Für mich ear es perfekt!

Alles schön ländlich und ruhig gelegen. Ein kleines, süßes Dorf das mich mit seinen zahlreichen Bauernhöfen an die Gegend in der ich aufgewachsen bin im Schwarzwald erinnerte. Ich fühlte mich sehr wohl und besuchte mehrmals täglich den Wald!

Morning run auf dem Berg von Vrhovine

Erst jetzt merkte ich wie ich sein Grün und seinen Durft vermisst habe. Die letzten Wochen an der Küste erfreute ich mich an dem kristallklaren Wasser Kroatiens. Doch irgendwas fehlte, jetzt spürte ich wie erholsam ein einfacher ruhiger Sparspaziergang sein kann. Waldbaden – Genau das war es was mir fehlte und ich genoss es sehr!

Waldbaden in Vrhovine

Das Waldbaden – Shinrinyoku

Geprägt wurde der Begriff 1982, damals regte die japanische Forstbehörde die Bevölkerung zu Spaziergängen in den Wald an. Der Aufenthalt im Wald wirke laut den japanischen Wissenschaftlern wie eine Aromatherapie wirken. Das einatmen der ätherischen Öle, die die Bäume an die Luft abgeben stärke das Immunsystem. Durch die in der Waldluft enthalten Terpene produziert unser Körper verstärkt Killerzellen, welche beispielsweise gegen Krebs wirken. Zudem sollen Depressionen, Angstzustände, Wut und Stresshormone durch das Waldbaden abgebaut werden.

Quelle: Qing Li, 2009. Effect of forest environment on human immune function. In Environmental Health and Preventive Medicinevolume 15, pages917 (2010).

Ich dachte über vieles in dieser Zeit nach…

Wohin soll ich nach diesem Praktikum fahren? Richtung Osten nach Bosnien Herzegowina möchte ich gehen, neues Land und Kuturen erkunden.

Bahnhof von Vrhovine

Möchte ich überhaupt weiter fahren? Das war die Frage! Ich tu mich sehr schwer darauf eine Antwort zu finden, zumindest momentan. Auf der einen Seite hatte ich sehr viele Momente auf der Reise, in denen ich alles verfluchte und einfach abbrechen wollte. Gerade in den letzten Tagen mit den gefährlichen Situationen im Straßenverkehr, fragte ich mich, ob es mir das Wert ist. Viele Leute fragen mich ständig ob ich denn keine Angst allein als Frau auf der Reise habe, vor allem was das Wildcampen angeht. Doch die meiste Angst hatte ich vor der Straße. Nur dort habe ich bis jetzt mehrere lebensgefährliche Situationen miterleben müssen und genau darüber machte ich mir jetzt auch am meisten Sorgen!

Endlich biken weit weg von der Straße

Auf der anderen Seite war ich doch so unglaublich glücklich all das angefangen zu haben! Ich bereute nichts, keinen Moment! Ich hatte unglaublich hilfsbereite und interessante Menschen getroffen, atemberaubende Landschaften gesehen und unbezahlbare Erlebnisse gemacht! All dies werde ich mein Leben lang nie wieder vergessen!

Aufhören oder weiter fahren? Langsam sollte ich mich entschieden, denn ich sollte mir ansonsten Gedanken um die Rückreise und Alternativen machen! Wenn ich nicht radel, was soll ich denn sonst machen? Um mein Bachelor Studium zu beenden bräuchte ich noch ein weiteres vierwöchiges Praktikum, doch das könnte ich hoffentlich auch während der Reise an einem interessanten Ort machen. Meinen Master wollte ich in einem Jahr beginnen, somit hatte ich jetzt noch ein Jahr Zeit!

Und was sollte ich überhaupt in Deutschland machen? Finanziell gesehen, würde es mir gut tun erstmal etwas arbeiten zu gehen, doch meine Wohnung war für 10 Monate zwischenvermietet wo sollte ich hin?

Fragen über Fragen kamen in mir auf, war eine in meinem Kopf beantwortet tat sich sofort eine Neue auf… Ich drehte mich im Kreis und dachte viel nach…

Was macht mich glücklich und was will ich überhaupt?

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5 comments on “Ist es nun das Ende?

  1. Hallo Steffi

    Ich hoffe das du blad eine Entscheidung treffen kannst. Aber im Moment haben viele ein Entscheidungsprobelm.

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  2. Witaj Steffi. Bardzo się cieszę że dotarłaś bezpiecznie do swojego celu podróży. Jesteś jeszcze bardzo młodą, silną, odważną kobietą . Myślę że na Twoje decyzję co robić w życiu jeszcze masz czas. Rób to co daje Ci szczęście, radość i siłę. A na poważne decyzję życiowe masz czas. Pozdrawiam Irek.

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  3. Hallo Steffi, das ist aber ein netter Blog hier! Voll sympatisch, herzlich und immer interessant! Tolle Photos auch dabei! Und mir gefällt auch die Nachhaltigkeit besonders! ❤ Ich kann leider nicht alle Bloggs abonnieren, aber ich werde hier bestimmt noch mehr herumschnöfen. Bleibe so nett… 😍

    Ganz herzliche Grüße, die Tina ❤❤❤

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