Zweite Woche in Plitvička. 2050 mehr Plastik in den Meeren als Fische?!? ECOALF

Nun bin ich bereits eine Woche als kleiner “Aushilfs-Ranger” im Plitvice Lakes Nationalpark angestellt. Ich hatte mich in der Zeit während der Radreise immer darauf gefreut einen Ort zu haben an dem ich für eine Zeit bleiben konnte, ich wollte endlich wieder einen gewohnten Tagesrhythmus haben. Morgens aufzustehen zur Arbeit zu gehen, regelmäßig Sport zu machen und soziale Kontakte aufbauen zu können! Nun hatte ich diesen Ort, hier würde ich die nächsten Wochen Arbeiten und Leben!

Über Holzbrücken vorbei an Wasserfällen

Zugegeben war die erste Woche nicht einfach für mich. Auf der einen Seite war mein Körper an das ständige anstrengende radeln gewöhnt, ich fühlte wie auch mein Kopf in Gedanken weiter und die nächste Stadt erkunden wollte! Auf der anderen Seite spürte ich wie ich langsam aber sicher etwas runterkommen konnte. Ich war in den letzten Wochen innerlich sehr aufgewühlt und unruhig. Ständig weiter fahren zu müssen versetze meinen Körper wohl in so eine Art “Fluchtmodus”.

Der berühmte “Big Waterfall” mit seinen 78 Metern

An meinem ersten freien Tag nach 7 Tagen Arbeit plante ich mich wieder aufs Rad zu schwingen und die Gegend etwas zu erkunden! Doch als ich am Morgen voller Vorfreude aus dem Fenster schaute blickte ich in düstere dichte Nebelfelder! Na toll, Danke! Ich trotzte dem Wetter, zog meine Regenjacke über und fuhr los. Toll war die Fahrt wirklich nicht. Ich hatte keine andere Wahl als wieder auf der Hauptverkehrsstraße entlang zu fahren. Bei Regen und starkem Gegenwind war das kein Spaß. Ich entscheid mich, heute nicht allzu weit zu radeln und zumindest in das 20km entfernte Korenica zu fahren. Viel zu sehen gab es hier jedoch nicht. Doch ich nutzte die Gelegenheit und kaufte ein paar Lebensmittel in dem örtlichen Supermarkt ein. Auch wenn der Supermarkt sehr klein war, freute ich mich sehr über das Angebot. Ich hatte seit einer Woche hauptsächlich Reis mit Bohnen gegessen. Der Supermarkt in Mukinje, wo ich seit einer Woche lebte, war sehr klein und teuer, viel leisten konnte ich mir hier nicht.

Als ich paschnass zurück im Apartment ankam, kochte ich mir erstmal Gnocchi mit frischem Gemüse und ruhte ich mich ein wenig aus. Das neblige ungemütliche Wetter regte sehr zum Nachdenken an!

Wasserfälle soweit das Auge reicht

Ich merke erst jetzt wie sehr mich vor allem die letzten Tage der Radreise gestresst hatten. Hauptsächlich auf großen, lauten und vielbefahrenen Hauptstraßen entlang zu fahren zu und ständig in Habachtstellung war alles andere als erholsam. Spaß bei dem Radfahren hatte ich in den letzten Tagen nicht! Mir kamen wieder ein paar Vorfälle auf der Straße und Gedächtnis, erst jetzt wurde mir wirklich bewusst wie gefährlich der Straßenverkehr doch war! Mein Leben verlieren nur wegen eines rücksichtslosen LKW Fahrers? Darauf hatte ich wirklich keine Lust! Wenn die Radreise weiter gehen sollte, dann müsste ich mir etwas überlegen um auf den Straßen zu überleben!

Im Sommer strömen Besuchermassen den Park

Nach der kleinen Umstellungs – und Eingewöhnungsphase fing ich an die Zeit hier zu genießen. Ich freue mich jeden Morgen wenn ich vorbei an den wundervollen Wasserfällen, blauen Seen zur Arbeit gehen darf! Ja auch die Arbeit mit den vielen Besuchern macht mir zunehmend Spaß. Vor allem wenn ich ihnen bei ihren Problemen und Tagesplanung im Park weiterhelfen kann! Jeder Besucher eröffnet für mich mit seinen Fragen und Problemen eine Art Rätselspiel in dem ich für ihn die perfekte Lösung finden muss. Jeden Tag kenne ich mich ein bisschen besser im Park aus und kann den Besuchern mehr Tipps und Ratschläge geben um ihren Aufenthalt im Park noch angenehmer zu gestalten.

Doch viel mehr genieße ich die Zeit mit meinen Kollegen! Endlich wieder Zeit haben Menschen kennenzulernen und soziale Kontakte aufzubauen! Mit Rocia und Andel habe ich dazu noch perfekte Kollegen erwischt! Wir haben unglaublich viel Spaß auf der Arbeit, doch nehmen wir die Arbeit dabei auch ernst. Ich weiß dass ich mich auf beide von ihnen verlassen kann! Auch das enge zusammenwohnen mit Rocia entwickelte sich als viel entspannter als ich zuvor gedacht habe! Wir kommen super miteinander aus und respektieren es wenn der andere einfach Mal seine Ruhe braucht! In einem Gespräch über nachhaltige Marken hat mir Rocia von der spanischen Marke ECOALF erzählt.

Ich liebe den Job!

ECOALF

ECOALF wurde 2009, mit dem Ziel eine komplette nachhaltige Fashion Marke zu werden, gegründet. Mit der Hilfe von moderner Technologien stellt ECOALF seine Klamotten und Accessoires komplett aus recycelten Materialien her!

Ihre Vision ist dabei die sinnlose Nutzung der natürlichen Ressourcen zu stoppen. Ihre Mission dafür ist recycelte Produkte mit der selben Qualität und dem selben Design herzustellen und zu vermarkten!

Upcycling the Oceans

In 2015 ECOALF startete mit der Unterstützung von HAP, das Projekt “Upcycling the Oceans” . In dem Projekt werden Plastikmüllansammlungen in den Weltmeeren, mit der Hilfe von Fischern, eingesammelt. Dieser Müll wird anschließend zu qualitativ hochwertigen Materialien von ECOALF upcecled.

In 2050 there will be more plastic than fish in the Oceans, if we don’t do anything against it!

Sie haben bis jetzt bereits schon mehr als 80 Millionen Tonnen Plastikflaschen recycelt!

Zur Website: ECOALF

Für diesen Blogbeitrag erhielt keine finanzielle oder materielle Unterstützung! Ich habe den Betrag aus eigener Überzeugung zu dem Unternehmen verfasst!

Quellen:

ECOALF. Historie URL: https://ecoalf.com/en/?gclid=CjwKCAjwqNnqBRATEiwAkHm2BPwz_LUnvcdM26ZqN3DiVViJ4VKDsmcjgvokxaO7CgFbXy0h71EhnxoCDDMQAvD_BwE. Abgerufen am 16.08.2019.

Plasticethis. ECOALF Pioneer is sustainable fashion from plastic waste collection in seas. URl: www.plasticethics.com/home/2018/10/18/ecoalf-pioneer-is-sustainable-fashion-from-plastic-waste-collected-in-seas-since-2009&ved=2ahUKEwi83vmR64bkAhUSlosKHZS3CCsQFjAYegQIBBAB&usg=AOvVaw0pwloFzBuUOk2pN3PWQzSy. Abgerufen am 16.08.2019.

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