Biking Nature – Geht es weiter nach Plitvice? Die große Entscheidung!

Die letzten Wochen sind wie im Flug vergangen! Ich bin unglaublich dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte im Plitvice Lakes Nationalpark zu arbeiten. In den 4 Wochen habe ich sehr viel über die Natur, über die Menschen aber über mich selbst gelernt.

Ein motivierter kleiner Junior Ranger am morgen 🙂

Ich musste mir nun ernsthaft Gedanken darüber machen, wie es bei mir nach der Zeit im Nationalpark weiter geht. Möchte ich das Projekt Biking Nature so weiterführen und mein Weg Richtung Osten fortsetzen? Wenn nicht, was könnte ich stattdessen tun?

Eine Würfel Natter ( Natrix Tessellata) zwischen Bachforellen (Salmon trustable fario)

Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich. Kamen doch so viele unterschiedliche Gedanken und Gefühle in mir auf… Ich wollte Niemanden enttäuschen! Die, die mich ständig motiviert, unterstützt und verfolgt haben… Aber vor allem wollte ich mich selbst nicht enttäuschen. Ich habe doch meistens sehr große Ansprüche an mich selbst und hasse es, wenn ich etwas nicht hinbekomme oder richtig abschließe!

Mein Rückzugsort im Wald

Doch nun muss ich ehrlich zu mir selbst sein! Wie fühlte ich mich in der letzten Zeit? Kann und möchte ich die Tour in den nächsten Monaten so weiter machen?

Wunder der Natur!

Nun ja wenn wir die Sache zunächst ganz rational betrachten, wird mir in einiger Zeit das Geld ausgeben! Ich würde jetzt gerne arbeiten und mir auch Mal auf der Reise etwas zu gönnen! Sei es nur ein schönes Abendessen oder ein Hostelzimmer. Ich möchte nicht permanent bei Couchsurfing Hosts übernachten müssen. Nicht, dass ich damit keine guten Erfahrungen gemacht habe, im Gegenteil, ich habe so liebe Menschen kennengelernt und möchte ihnen für die Übernachtung etwa zurück geben, beispielsweise schön für sie zu kochen. Doch das wäre auf Dauer finanziell nicht möglich.

Der nächste Punkt wäre der Straßenverkehr. In vorherigen Blogs hatte ich des Öfteren lebensgefährliche Situationen im Straßenverkehr erwähnt, bei denen ich jedes Mal zum Glück mit einem blauen Auge davon gekommen bin. Wenn ich ehrlich bin habe sehr Angst vor dem Verkehr! Rücksicht auf Radfahrer ist hier eine Seltenheit und ich befürchte, dass das in Richtung Osten nicht besser wird. Zudem finde ich es extrem unangenehm so sehr an die Straße gebunden zu und dem Lärm und den Abgasen ausgesetzt zu sein (leider ist ein entspannteres Fahren in der Natur auf anspruchsvolleren Wegen mit all dem Gepäck nicht wirklich möglich).

Und zum Schluss kommt wohl die entscheidende letze Frage, wie geht es mir mit all dem? Wie fühle ich mich?

Langsam wurde Low-Season:)

Ich war hin und her gerissen um mir selbst diese Frage ehrlich zu beantworten. Ich war mit dem Rad so weit gekommen und sehr stolz auf jeden Meter. Vor allem am Morgen wenn ich alleine bei Sonnenaufgang auf den Straßen war, fühlte mich unglaublich frei und wohl. Doch dies hielt meist nur eine kurze Zeit an. Dann stieg die Angst und der Frust in mir und ich fühlte mich zunehmend gestresster. Ich hatte immer weniger Spaß daran und lernte nicht wirklich die Menschen kennen, da ich Abends total fertig ankam und am nächsten Morgen gleich weiter ziehen musste. Ich fühlte mich sehr einsam die letzten Wochen auf dem Rad, dies würde mir erst so richtig klar als ich hier im Nationalpark Ricio und Andel kennenlernte. Endlich konnte ich wieder richtig soziale Kontakte aufbauen. Ich lachte wieder aus vollem Herzen und erschrak als mir bewusst wurde, dass ich noch nie so auf meiner Reise gelacht hatte.

Spaß auf der Arbeit – Ranger auf Excursion 🙂

Es war immer ein tolles Gefühl in einem neuen Ort erreicht oder ein Berg bezwungen zu haben. Doch auf Dauer fehlt mir darin der Sinn! So kam ich auf die essenzielle Frage, was war denn eigentlich mein Ziel mit dem ich meinem Leben einen Sinn verleihen möchte?

Da steht ich nun im Wald

Mein Ziel im Leben? Glücklich sein! Denn nur dann kann ich ebenfalls anderen Menschen zum Glück verhelfen und leichter Dinge gutes tun! Doch glücklich war ich nicht mehr. Ich weiß, manchmal gibt es Situationen in denen man sich durchbeißen muss, dann geht es wieder bergauf. Wenn man jedoch seit einer langen Zeit nicht glücklich ist, sollte man die Stärke besitzen und ehrlich zu sich selbst sein! Dann ist es Zeit für ein Wechsel!

An der weißen Quelle von Plitvička Jezera

Und genau solch ein Wechsel wird es nun bei mir geben! Wie genau dieser aussehen wird steht noch in den Sternen. Nur weiß ich, dass ich nicht mit dem Rad Richtung Osten weiter ziehen werde. Jedoch weiß ich ebenfalls, dass ich diesen Blog und vor allem die Blog Post mit ,,People-around-the-world” fortsetzen werde!

Als man kann gespannt sein wo es mich jetzt hinziehen wird, ich bin es auch 🙂

Advertisements

2 Comments Add yours

  1. rbircher says:

    Hallo

    Mir ist es vor etwas mehr als einem Jahr genau gleich gegangen. Auch ich musste auf einer Radtour aufgeben, obschon ich einer der letzten bin die aufgeben. Ich habe die Entscheidung nie bereut. Sie war richtig! Und was die anderen sagen ist eh zweitrangig.

    Gratuliere dir zu dieser Entscheidung… Denn aufgeben ist nicht leicht, wenn man das normalerweise nie tut!

    Gruss Raphael

    Liked by 1 person

    1. Steffi Storz says:

      Lieben Dank Raphael 🙂 ja jetzt wird es einfach in eine andere Richtung weiter gehen 🙂

      Like

Leave a Reply

Fill in your details below or click an icon to log in:

WordPress.com Logo

You are commenting using your WordPress.com account. Log Out /  Change )

Google photo

You are commenting using your Google account. Log Out /  Change )

Twitter picture

You are commenting using your Twitter account. Log Out /  Change )

Facebook photo

You are commenting using your Facebook account. Log Out /  Change )

Connecting to %s