Auf wiedersehen Neuseeland

Heute hieß es Abschied nehmen! m 5 Uhr in der Früh riss mich mein Wecker aus dem Schlaf. Das was dann nun die letzte Hostelnacht hier in Neuseeland… Ich kuschelte mich noch einmal tief in meine weiche Decke ein, roch den Duft, der mich so an dieses Hostel erinnert und ließ mir die letzen traumhaften Wochen hier in Nelson durch den Kopf gehen.
Ein Film erschien mir in meinem inneren Auge, wie ich ihn besser nicht schreiben konnte. In meinem Augen sammelten sich Tränen, ja das war wohl pures Glück, das ich gerade verspürte.

Aussicht auf Nelson

Nun war es aber Zeit weiter zu reisen – wenn es am schönsten ist, soll man ja angeblich gehen.
So stieß ich mich aus dem weichen Bett, zog meine Laufschuhe an, schnappte meine Kopflampe und ging für ein letztes Mal meine Morgenrunde am Hafen joggen. Alles war so still und friedlich, die frische Meeresluft war gerade zu perfekt um meinem Körper und Geist aufzuwecken und mich auf den Tag vorzubereiten.
In den letzen Wochen ist der Morgensport am Meer und ein Sprung in das kalte Nass zu meinem geliebten Morgenritual geworden – Was ein Traum ich lebte.

Nach dem Morgensport musste ich mich etwas beeilen! Mein Flug würde um 21 Uhr von Christchurch gehen. Ich befand mich jedoch noch in Nelson, ein Bus hatte ich nicht gebucht. Ich wollte auch heute wieder mein Glück mit hitchhiken (trampen) versuchen, auch wenn es dieses Mal durchaus riskant war! Würde ich nicht mitgenommen werden, würde ich meinen Flug verpassen. Bis nach Christchurch waren noch 700 km auf neuseeländischer Landstraße zurückzulegen. Ich verabschiedete mich von meinen gewonnenen Freunden im Hostel und zog los.

All zu schnell ging der Abschied im Hostel dann nicht, gegen halb 9 fuhr mich Anne Sophie, welche ebenfalls mit im Hostel wohnte, aus der Stadt zu einem besseren hitchhiking Spot. Hier sollte mich schnell jemand einsammeln – Perfekt!

Fisch für alle im Hostel

Ich stieg ein und los ging die Fahrt entlang der traumhaften Westküste der Südinsel von Neuseeland. Vor einigen Jahren zerstörten das Kaikura Erdbeben große Teile dieser Küstenstraße. Ich kannte die alte Strecke und war sehr erstaunt was so ein Erdbeben anrichten kann. Ganze Feldblöcke stürzen auf die Straße, Teile der zerstörten Straße waren zwar schon wieder aufgebaut, jedoch sah man noch deutlich die Vermächtnisse des Erdbebens.

Ich hatte sehr interessante Gespräche mit Sophie, welche mich während einer kleinen Pause auf der Strecke in ein Restaurant einlud. Ich war unglaublich glücklich und froh die Entscheidung getroffen zu haben nach Christchurch zu trampen. So habe ich die Möglichkeit gehabt näher an die Einheimischen zu kommen und von ihnen und ihrer Sicht auf das Land zu lernen.

Gegen 5 Uhr am Nachmittag kam ich ausgelassen am Flughafen an. Was ein verrückter Tag dachte ich nur. Und jetzt geht das Abenteuer weiter. In ein paar Stunden werde ich das wundervolle Neuseeland verlassen und mich in eine neue Welt in Australien begeben. Ich begann bereits die Menschen, die ich in den letzten Wochen hier kennengelernt habe zu vermissen. Jedoch kam zugleich Freude und Aufregung in mir hoch, was werde ich wohl in Australien alles erleben, auf wen werde ich dort alles treffen?

2 Comments Add yours

  1. Inch says:

    Wow, zum Flug trampen, alle Achtung. So optimistisch wäre ich nicht

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    1. Steffi Storz says:

      🙂 währenddessen dachte ich mir auch dass das keine gute Idee war, aber hat ja dann noch alles gut geklappt 🙂

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